Anonyme Alkoholentgiftung

Das Problem, sich als alkoholkrank zu outen, kann gravierende Folgen in der Zukunft haben. Eigentlich sollte diese Ängste in der heutigen Zeit nicht mehr aufkommen, da es sich beim Alkoholismus um eine anerkannte Krankheit geht, aber oft ist es leider nur auf dem Papier so. Die Wirklichkeit und Realität im normalen Leben sieht oft anders aus.
Vor allem wenn es die Fragen der beruflichen Zukunft betrifft. Viele Arbeitgeber haben immer noch Befürchtungen, dass alkoholkranke Menschen einen Rückfall erleiden könnten. Ganz unbegründet ist diese Angst ja auch nicht, denn die Rückfallquote ist schon sehr hoch.

Auch Betroffene teilen die Ängste und suchen oft einen Weg der anonymen Alkoholentgiftung, wo sie nicht in den bürokratischen Kreislauf des Gesundheitssystems erfasst werden. Hierbei geht es nicht immer darum, sich irgendwie aus der Alkoholsucht zu schleichen oder sich einer Blamage zu entziehen, wenn es dann doch zu einem Rückfall gekommen ist. Die Ängste und Sorgen, als Alkoholiker oder Alkoholikerin abgestempelt zu werden, sind sehr groß.

Es gibt Anbieter, die eine anonyme Alkoholentgiftungen für alkoholkranke Menschen anbieten, die auch im Ausland vollzogen werden können. Meist sind sie natürlich dann privat finanziert und die Kosten müssen selbst getragen werden. Das ist ja aber dann auch gewünscht, weil man ja nicht im System der Krankenkasse als alkoholkrank geführt werden möchte.

Trockene Alkoholiker, die schon ein paar Jahre ein Leben ohne Alkoholkonsum führen, gehen in dieser Frage eher offen damit um. Hier ist jetzt keine anonyme Alkoholentgiftung mehr gemeint, sondern die Offenheit, wenn sie darauf angesprochen werden. Sicherlich kann am anonym einen Alkoholentzug machen, aber im Leben wird es immer wieder Situationen geben, wo ein offener Umgang mit der Alkoholkrankheit der leichtere Weg ist. Heimlich einen Alkoholentzug zu machen, kann vielleicht die anfängliche Scheu nehmen, aber möchte man sein ganzes Leben ein Geheimnis mit sich herumtragen?

Niemand sollte sich aber unter Druck setzen lassen und selbst entscheiden, ob er oder sie offen mit der Alkoholkrankheit umgeht oder lieber anonym trocken möchte. Eine anonyme und heimliche Alkoholentgiftung ist auf jeden Fall besser, als weiter trinken und nichts gegen seinen Alkoholismus zu unternehmen.

Anonyme Suchtberatungen

Der erste Schritt könnte eine anonyme Suchtberatung sein, wo es um die Formalitäten zur Alkoholentgiftung geht. Auch im Internet gibt es viele Informationen, die helfen können, sich mit dem Thema Alkoholismus auseinander zu setzen. Entscheiden sie selbst, wie offen sie mit ihrer Alkoholerkrankung umgehen möchten. Es gibt viele Hilfen, die auch anonym in Anspruch genommen werden können und sogar über eine anonyme Alkoholentgiftung hinausgehen.

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